Seit mehr als 25 Jahren:
Interessengemeinschaft
Epilepsie Niedersachsen gem. e.V.
Interessengemeinschaft
Epilepsie Niedersachsen gem. e.V.
Im Jahr 1984 wurde in Menslage, Kreis Osnabrück, die Interessengemeinschaft Epilepsie Niedersachsen von den Selbsthilfegruppen Celle, Göttingen, Hannover, Lüneburg und Menslage gegründet.
Im gleichen Jahr wurde von Niedersachsen aus das 4. Jahrestreffen der bundes-weiten Epilepsie-Selbsthilfe in Freudenberg/Siegen durchgeführt. Der damalige Leiter der Gustav-Heinemann-Akademie hat uns daraufhin zur Nutzung für die Epilepsie-Selbsthilfearbeit jährlich ein Wochenende und eine Woche Räumlichkeiten in seinem Haus angeboten. Hiermit wurde der Grundstock für ein jahrelanges Seminaranbot gelegt, dessen Organisation wir überwiegend von Niedersachsen aus geleistet haben. Freudenberg wurde zum Stützpunkt für die bundesweite Epilepsiearbeit. Die Schließung des Hauses Ende der 90er Jahre wird noch heute sehr bedauert.
Schon 1985 begannen wir mit der Arbeit an zwei Schwerpunkten
Als erstes wurde das Merkblatt für Lehrer "Epilepsie und Schule" (Verfasser Dr. Sighard Gsell, Quakenbrück, Hedda Zorn-Ehrenheim, Wagenfeld) niedersachsenweit an alle Schulen verschickt. 1995 wurde dieses Merkblatt noch einmal dem Niedersächsischen Schulverwaltungsblatt beigelegt. Dann haben wir es im Herbst 2000 in die "Epilepsie-Informationen" übernommen. Diese Broschüre haben wir in einer Auflage von 30.000 Stück für die landesweite Verteilung an alle Kindergärten, Schulen, Arbeitsverwaltungen, Ärzte u.a. drucken lassen.
Inzwischen wird das Merkblatt von der Deutschen Epilepsievereinigung unter "Aspekte Nr. 2" weiter vertrieben. Ingesamt wurden ca. 400.000 Stück dieses Merkblattes, das auch heute noch nichts von seiner Aktualität verloren hat, bundesweit versandt.
Zusätzlich fanden in allen niedersächsichen Regierungsbezirken Informations-veranstaltungen speziell für Lehrer und Erzieher statt.
Das zweite Schwerpunktthema wurde das Thema Epilepsie und Arbeit. Hier wurde 1985 während einer Seminarwoche in Freudenberg die Bundesarbeitsgemeinschaft Epilepsie und Arbeit gegründet. Es war das erste Mal, dass sich Vertreter der Selbsthilfe zu einer Bundesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben. Diese BAG führte bis 1990 jeweils eine Seminarwoche in Freudenberg, sowie einige Vorbereitungstreffen bundesweit durch. Wir haben nicht nur inhaltlich in der BAG mitgearbeitet, sondern auch die gesamte Finanzierung/Verwaltung übernommen.
Vielen Teilnehmern werden besonders noch die TZI-Seminare in Erinnerung sein, die allen ein ganz neues Selbstwertgefühl vermittelt haben.
In Niedersachsen selbst bieten wir nach wie vor Seminare mit Experten der Arbeitsverwaltung, der Rentenversicherungsträger u.a, sowie Trainingsseminare im Persönlichkeitsbereich an.
Hier wird auch das Modulare Schulungsprogramm Epilepsie MOSES eingesetzt. Mehrmals jährlich finden im Rahmen dieses Programmes Wochenendschulungen in allen Regierungsbezirken statt. Teilnehmer dieser Schulungen haben immer einen großen persönlichen Gewinn für sich hieraus gezogen.
Inzwischen haben wir mit Sport und Epilepsie ein weiteres Schwerpunktthema.
Dieses Thema wurde von uns bereits 12 x in Wochenendseminaren unter Einbe-ziehung von Sportlehrern und Ärzten mit praktischen Übungen umgesetzt. Hier kann sich jeder Teilnehmer im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringen. Ziel dieser Seminarreihe ist die Einbindung von Menschen mit Epilepsie in den Sportvereinen der jeweiligen Heimatregion.
1996 wurde erstmals in Deutschland am 5. Oktober der Tag der Epilepsie begangen. Auch dieser Tag hat seinen Ursprung in der Interessengemeinschaft Epilepsie Niedersachsen gem. e.V. Er wurde in den ersten Jahren vollständig von Niedersachsen aus organisiert. Auch heute noch wird ein großer Teil der Arbeit für diese Aktion von hier aus geleistet.
Es ist uns gelungen, mit dem 01.04.02 durch eine Basisförderung der Aktion Mensch die Epilepsie-Beratung Niedersachsen in Hannover einzurichten. Diese Beratungs-stelle ist mit einer Diplom-Sozialpädagogin besetzt. Vom Vorstand der Interessen-gemeinschaft werden alle Finanzierungs- und Verwaltungsaufgaben geleistet. Diese Beratungsstelle ist die einzige im gesamten norddeutschen Raum.
20 Jahre Interessengemeinschaft Epilepsie Niedersachsen bedeuten, viel zum Zusammenschluss der Menschen mit Epilepsie im gesamten Bundesgebiet beigetragen zu haben. Die Durchführung von über 100 Seminaren auf Landes- und Bundesebene zu den verschiedensten Themenbereichen hat eine gute Basis der Zusammenarbeit geschaffen.
Alle Beteiligten haben in diesen 20 Jahren gern für die Menschen mit Epilepsie in diesem Land gearbeitet. Wir hoffen sehr, dass durch die Fortführung dieser Arbeit das Motto des TAG DER EPILEPSIE "Epilepsie braucht Offenheit" bald ersetzt werden kann durch.
Epilepsie ist Offenheit.
Petra Armbrecht, Ingibjörg Arthursson, Detlef Briel.
Dr. Sighard Gsell, Helga Renneberg
Interessengerneinschaft
Epilepsie Niedersachsen e.V.
Helga Renneberg
Bünne 21, 37081 Göttingen
Telefon/Fax: 05 51 / 916 09
Email: epilepsie-goe(at)t-online.de
Beratungsstelle in Hannover:
http://www.epilepsie-beratung.de
© Deutsche Epilepsievereinigung gem. e. V.
Letzte Aktualisierung: 20.05.2010
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